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Gesundheitswesen: ePA

Die elektronische Patientenakte kommt: Was Versicherte jetzt wissen müssen


Alle Gesundheitsdaten in einer elektronischen Akte -
Informationen zur ePA

Wie ist der Zugriff der Ärzte geregelt?


Alle Ärztinnen und Ärzte haben grundsätzlich für einen Zeitraum von 90 Tagen nach der Behandlung Zugriff auf die abgelegten Daten. Allerdings lassen sich die Lesemöglichkeiten erweitern, aber auch beschränken: So können bestimmte Informationen unsichtbar gemacht oder einzelne Ärztinnen und Ärzten ausgeschlossen werden. Damit kann dafür gesorgt werden, dass zum Beispiel psychische Erkrankungen für andere behandelnde Ärzte nicht eingesehen werden können. Die Versicherten können aber auch entscheiden, dass sensible Informationen, dazu gehören auch übertragbare Infektionen oder Schwangerschaftsabbrüche, gar nicht erst in der Akte abgespeichert werden.


Was kann in der ePA abgespeichert werden?

Ärzteschaft und Krankenhäuser sind grundsätzlich verpflichtet, Befunde, Arzt- und Entlassbriefe sowie Labordaten in der Akte abzuspeichern. Die Krankenkassen liefern ihre Abrechnungsdaten. Zudem wird automatisch eine Medikationsliste mit allen verschriebenen Arzneimitteln angelegt. Dadurch wird es zum Beispiel möglich sein, gefährliche Wechselwirkungen zu erkennen.


Sind die Daten gegenüber Hackerangriffen sicher?

Die Daten liegen verschlüsselt auf Servern in Deutschland. Auch alle Datenwege sind verschlüsselt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das bei Entwicklung und Umsetzung des Projektes fortlaufend eingebunden ist, spricht von höchsten Schutzstandards. „Es gibt keine 100-prozentige Sicherheit“, sagte BSI-Chefin Claudia Plattner am Dienstag in Berlin. Bei der ePA werde aber „alles Menschenmögliche“ getan, damit die Daten sicher seien.


Was muss ich tun, wenn ich keine ePA haben will?

Notwendig ist in diesem Fall, einen Widerspruch gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse zu erklären. Das kann vor der Einführung geschehen, aber auch später zu jedem beliebigen Zeitpunkt. Dann werden die ePA und alle darin abgelegten Daten gelöscht. In ihren Informationsbriefen müssen die Kassen genau erklären, wie der Widerspruch eingelegt werden kann. Deshalb sollte man sinnvollerweise auf den Brief der Kasse warten. Wer die Akte will, muss zunächst nichts tun.



Bitte beachten Sie: Für die Richtigkeit und Vollständigkeit unsere Blogbeiträge können wir keine Gewähr übernehmen. Inhalte beziehen sich immer auf die Rechts- und Faktenlage zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und sind deshalb zum Zeitpunkt des Aufrufs möglicherweise nicht mehr aktuell. Allgemeine Beiträge können eine datenschutzrechtliche Beratung im Einzelfall nicht ersetzen.

Quelle: RND


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